Eigentlich waren es mal 90 Tage. Und davor war es eigentlich mal ein ganzes Jahr. Im April des vergangenen Jahres fasste ich das erste Mal den Entschluss am Berliner Halbmarathon 2017 teilzunehmen. Trainiert habe ich dann auch bis in den Sommer. Und dann gar nicht mehr.

Ich bin in meinem Leben noch nie mehr als zehn oder maximal zwölf Kilometer gelaufen. Und das war zu Schulzeiten. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder unregelmäßig Sport getrieben – was sich aber auf wenig Cardio und vorrangig Krafttraining beschränkte. Hauptsächlich aus dem Grund nicht kugelrund zu werden. Jetzt also das Ziel Halbmarathon Berlin. 21 Kilometer am Stück laufen. Und aus irgendeinem Grund will ich das Ganze auch noch in unter zwei Stunden schaffen. Es war nie ein großes Ziel in meinem Leben so etwas unbedingt mal getan zu haben, aber die körperliche Herausforderung reizt mich gerade einfach so sehr. Sportlich habe ich meinen Körper seit bestimmt zehn Jahren nicht mehr an irgendwelche Grenzen getrieben und genau das will ich jetzt tun. 70 Tage Training und dann den einen Halbmarathon laufen. Dabei stelle ich weder meine Ernährung, noch mein Trinkverhalten um. Und wenn man sich „Pfeffi Stories“ nennt, ist vorallem letzteres nicht unbedingt förderlich für Läufe am Samstag- oder Sonntagmorgen. Aber ich ziehe das durch. Dieses Ziel will ich alleine durch hartes Training erreichen. Und da ich gerade die Anmeldebestätigung bekommen habe und diesen Artikel veröffentliche, gibt es nun ganz offiziell kein Zurück mehr.

Ich habe Ende Januar mit einem 4,5km Lauf angefangen. Der „lief“ schon überraschend locker unter 6:00 Minuten pro Kilometer. Darauf folgten direkt 6km in ähnlicher Zeit und Anfang Februar dann der doch sehr anspruchsvolle Sprung auf 10km. Da ging es dann wirklich das erste Mal an meine Grenzen und darüber hinaus. Aber es war direkt auch ein großer persönlicher Erfolg, seit Ewigkeiten wieder eine so „lange“ Strecke gelaufen zu sein. Danach folgten wöchentliche Steigerungen auf 12km und anschließend 15km (aktueller Stand). Inzwischen laufe ich drei Mal pro Woche. Zwei kleine bis mittlere Läufe zwischen 8km und 10km, sowie (meist am Wochenende) einen „großen“ Lauf. Ich fühle mich gut, ich fühle mich fit. Und ich habe jetzt noch ziemlich genau einen Monat Zeit um auf 21km zu kommen und meine aktuelle Zeit von 5:54 pro Kilometer (bei 15km Gesamtstrecke) noch ein wenig nach untern zu korrigieren. Es ist nicht immer leicht sich zwischen zwei Jobs, diesem Hobby-Blog, den ganzen Alba Berlin Spielen und Freunden immer zum Laufen zu motivieren oder gar die Zeit dafür zu finden, aber es ist möglich. Und wenn es nur für 70 Tage und dieses eine Mal ist. Über einen viel längeren Zeitraum würde es mir vermutlich doch schwerer fallen. Aber so habe ich Bock und ich werde das durchziehen – es gibt keine Ausreden mehr. Ich habe mich lange davor gedrückt, diese Nachricht öffentlich zu machen, weil ich mir selbst nicht sicher war, ob ich es durchziehe. Aber ich bin es jetzt und ich werde es tun. Und es wird geil bzw. es ist schon jetzt eine geile Aktion für mich, die mich selbst extrem herausfordert. Genau wie ich es wollte!

Soweit der aktuelle Stand zur Halbzeit meines Vorhabens. Ich melde mich zu diesem Thema noch einmal kurz vor dem Halbmarathon mit den letzten Trainingsergebnissen und danach natürlich mit dem Ergebnis des Laufs selbst. Wer Fragen zur Aktion hat, kann mich einfach anschreiben. Wer Tipps und Tricks hat ebenso. Falls jemand im Raum Berlin Friedrichshain mal Lust auf eine gemeinsame Runde hat…ebenso. Ansonsten hat ja danach vielleicht der ein oder andere Lust etwas ähnliches zu machen. Ich kann es schon jetzt jedem empfehlen!

Zum Ende meines ersten Halbmarathon-Artikels aber noch riesengroßes Dankeschön an die adidas Runbase in Berlin. Als die Jungs und Mädels von meinem Plan hörten, boten sie sofort Unterstützung an. Ich wurde innerhalb kürzester Zeit mit Coaches connectet und bekam hilfreiche Tipps, diverse Laufprogrammangebote vor Ort und Antworten auf alle Fragen, die ich zum Thema Laufen hatte. Das hat mir schon jetzt sehr geholfen und einen nicht unerheblichen Anteil zu meiner Motivation beigetragen. Danke von Herzen!

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